Histaminunverträglichkeit: Was ist das?

Histaminunverträglichkeit entsteht dann, wenn der Körper den Botenstoff Histamin nicht richtig abbauen kann. Hier in diesem Bericht werden Sie genau erfahren was Histaminunverträglichkeit ist und welche Symptome genau entstehen. Unter anderem werden Sie auch erfahren wie Sie gegen Histaminunverträglichkeit handeln können.

Was ist eine Histaminunverträglichkeit?

Histaminunverträglichkeit wird auch Histaminose genannt. Es können bei einer Histaminunverträglichkeit verschiedene Beschwerden entstehen. Diese sind zum Beispiel, Bauchschmerzen oder Hautausschläge. Diese Histaminunverträglichkeit entsteht, weil der Körper den Botenstoff Histamin nicht ausreichend abbauen kann und so ein Überschuss im Körper entsteht. Die Histaminunverträglichkeit kann sowohl chronisch als auch vorübergehend sein. Sie lässt sich durch die Vermeidung von Lebensmitteln mit hohem Histamingehalt oder auch medikamentös Behandeln.

Histamin-Allergie und Histaminintoleranz

Oft wird die Histaminunverträglichkeit auch Histaminintoleranz oder Histamin- Allergie genannt. Dies ist jedoch nicht richtig, denn ein Enzymeffekt ist für die Symptome verantwortlich. Leider lässt sich aber dies bis heute 2019 nicht belegen. Auch das Krankheitsbild ist unklar und wird umstritten. Viele Experten behaupten, dass verschiedenen Beschwerden für welche Sie keine Ursache finden zu einer Histaminunverträglichkeit zugeschrieben werden. Die Histaminunverträglichkeit ist in Deutschland eher gering, Sie trifft auf maximal ein Prozent aller Frauen im mittleren Alter zu.

Was bewirkt Histamin im Körper?

Wie schon erwähnt ist Histamin ein Botenstoff in unserem Körper und wird von den sogenannten Mastzellen selber gebildet. Histamin ist an verschiedenen Körperfunktionen beteiligt wie zum Beispiel bei der Immunabwehr. Der Botenstoff Histamin spielt vor allem bei allergischen Reaktionen im Körper eine wie zum Beispiel bei Juckreiz oder Schmerzen eine grosse Rolle. Deshalb wird auch bei einer allergischen Reaktion oder Allergie selber Antihistaminika verschrieben. Diese Antihistaminika hemmen den Botenstoff Histamin und mindern die auftretenden Symptome. Sowohl auch bei Histaminunverträglichkeit wird Antihistaminika eingesetzt um den Körper davor zu schützen.

Ausserdem kann Histamin auch in verschiedenen Lebensmitteln enthalten sein. Auch durch Lebensmittel kann eine Histaminunverträglichkeit entstehen. Ein Histaminüberschuss welcher im Körper entsteht, kommt durch einen Enzymmangel. Im Normalfall baut das Enzym den Botenstoff Histamin ab. Aber wenn der Körper nicht genug Enzym bereitstellt, kommt es durch den Verzehr von Lebensmitteln welche Histamin enthalten zu verschiedenen Symptomen und somit entsteht eine Histaminunverträglichkeit.

Symptomatik: Daran merken Sie, ob Sie Histamin vertragen

Die Beschwerden und Symptome einer Histaminunverträglichkeit sind die klassischen Allergie Symptome, welche auch bei Heuschnupfen entstehen. Bei einer Histaminunverträglichkeit entstehen folgende Symptome:

  • Rötungen im Gesicht
  • Verschiedenen Hautausschläge
  • Juckreiz
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Eine verstopfte Nase / Schnupfen
  • Nesselsucht
  • Blutdruckabfall
  • Bauchschmerzen

Ernährungsumstellung: Was soll ich bei einer Unverträglichkeit tun?

Da diese Symptome sehr allgemein sind und auch bei anderen Allergien vorhanden sind, ist es schwierig eine Histaminunverträglichkeit genau zu diagnostizieren. Deshalb empfehlen die Experten auf histaminhaltige Lebensmittel zu verzichten und den Körper zu beobachten. Eine Kleie Ernährungsumstellung für 14 Tage wird Ihnen helfen genaueres herauszufinden. Ein Symptom Tagebuch wird Ihnen während dieser Zeit helfen. Nach einer gewissen Zeit können Sie Ihr essverhalten wieder zurückstellen und schauen ob noch verschiedenen Beschwerden vorhanden sind. Wichtig ist auch zu wissen, dass Histaminunverträglichkeit vorübergehend sein kann. Also müssen Sie nicht für immer auf eine bestimmte Nahrung verzichten.  Falls Sie aber akute Beschwerden haben wie zum Beispiel Hautausschläge, dann helfen kortisonhaltigen Salben gut um die Stelle zu behandeln und den Hautausschlag zu lindern.

Es gibt verschiedene Lebensmittel mit hohem Histamingehalt, welche die Histaminunverträglichkeit fördern. Diese sind:

  • Geräuchertes Fleisch, wie zum Beispiel Salami, Schinken, Innereien oder Schwein
  • Fischprodukte vor allem Fischkonserven
  • Meeresfrüchte
  • Verschiedene Käsesorten (je niedriger der Reifegrad des Käses ist desto gerinder ist der Histamingehalt)
  • Sauerkraut
  • Bier und Rotwein
  • Essig und essighaltige Produkte, wie zum Beispiel Senf
  • Pilze und Schimmelpilze
  • Spinat
  • Und Avocado