Was ist Morbus Crohn?

Im Grunde genommen ist Morbus Crohn eine chronische entzündliche Darmentzündung, welche alle Abschnitte des Verdauens betreffen kann. Die ganze Mitte vom Mund bis über die Speiseröhre hin zum Enddarm wird davon betroffen. Häufig kommt diese Entzündung jedoch im letzten Dünndarmabschnitt oder im Dickdarm vor.

Der Morbus Crohn verläuft meist schubweise. Das heisst es können beschwerdefreie Phasen in regelmässigen oder unregelmässigen Abständen ab. Der Morbus Crohn zählt zu den chronischen entzündlichen Darmerkrankungen. Bei Morbus Crohn sind alle Schichten der Darmwand entzündet. Daraus können Komplikationen wie Darmfisteln, Verbindungsgänge zum Beispiel an anderen Darmabschnitten darunter auch an Engstellen im Darm bis zum Darmverschluss entstehen. An Morbus Crohn leiden in Deutschland leider von 100000 Menschen etwa 120 bis 200 an Morbus Crohn. Diese Krankheit beginnt oft zwischen 15 und 34 Jahren. Aktuell im 2019 sind 20% der Patienten die von Morbus Crohn erkrankt sind unter 20 Jahren.

Wodurch wird Morbus Crohn verursacht?

Warum Morbus Crohn Auftritt und was die Ursache dafür ist, ist leider bis heute 2019 nicht bekannt. Die Experten gehen davon aus, dass der Morbus Crohn durch eine erbliche Veranlagung und Umwelteinflüssen entstehen kann. Vermutlich ist die Barierrefunktion des Darms davon beeinträchtigt. Ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Morbus Crohn ist das Rauchen. Durch seelische Belastung, Stress oder falsche Ernährung verursachte Erkrankung kann die Erkrankung entstehen. Die Krankheit und die damit verbundenen Beschwerden, wirken unter anderem auch auf die Psyche und führen zu einer seelischen Belastung zu.

Welche Beschwerden verursacht die Erkrankung?

Das häufig vorkommende Symptom für Morbus Crohn ist der Durchfall. Dieser Durchfall wird oft mehr als sechs Wochen dauern. Als weitere Symptome von Morbus Crohn kann Gewichtsverlust und Bauchschmerzen, die über den ganzen Bauch verteilt werden können.
Oft treten auch im verschiedene Schmerzen im Unterbauch auf und können mit einer Blinddarmentzündung verwechselt werden. Weitere Symptome sind für Morbus Crohn Fieber, Abgeschlagenheit und eine Blutarmut die sogenannte Anämie. Diese Sind weitere Zeichen für eine Entzündung.

Durch den Durchfall wird leider bei dieser Krankheit die Aufnahme der Nahrungsbestanteile im Darm erschwert. Dies kann unter Umständen zu einer Mangelernährung und zu Gewichtsverlust kommen. Bei Kindern können sogar unter anderem auch Wachstumsstörungen auftretten.

Der Morbus Crohn kann auch auf die Organe negative Folgen haben. Diese Folgeerkrankungen sind unter anderem:

  • Gelenkentzündungen (Arthritis)
  • Hauterscheinungen
  • Augenentzündungen
  • Gallen und Nierensteinbldung
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Gallenwegentzündungen

Wenn die Krankheit lange Dauert, kann das Risiko für einen bösartigen Tumor im Darm entstehen. Deshalb ist wichtig, dass sie regelmässige Untersuchungen des Darms durchführen.

Wie wird Morbus Crohn festgestellt?

In der Regel wird Morbus Crohn über einen längeren Zeitraum erst erkannt. Falls Sie Symptome haben welche über eine längere Zeit vorhanden sind, sollten Sie zum Arzt. Durch eine Untersuchung und einer kurzen Befragung werden verschiedene Blut- und Stuhluntersuchungen herausstellen worum es sich handelt. Verschiedene Hinweise auf entzündliche Ursachen der Beschwerden wird Morbus Crohn festgestellt.

Wie kann man Morbus Crohn behandeln?

Bei der Behandlung von Morbus Crohn ist das Ziel, die Bekämpfung der Beschwerden und der Entzündung von Komplikationen. Welche Behandlung und Therapie aber angewendet wird, ist abhängig von verschiedenen Faktoren und der Person.

Medikamente

Je nach Schweregrad vom Morbus Crohn kommen verschiedene Medikamente in Frage.  Diese sind Aminosalicylsäure und Glukokortikoide die sogenannte Kortison, welche gegen die Entzündung wirken.

Weitere Arzneimittel, bei Schüben von Morbus Crohn und ausgedehntem Befall des Verdauungstrakts kommen Immunsuppressiva zum Einsatz.  Diese helfen zur Unterdrückung des Abwehrsystems und damit auch die Entzündung. Immunsuppressiva sind zum Beispiel Azathioprin oder Methotext.

Falls diese Arzneimittel nicht gegen Ihre Symptome helfen, wird der Arzt TNF- alpha- Blocker verordnen. Dieser wird bestimmte Abwehrstoffe blockieren und die chronische Entzündung anhalten. Es wird im 2019 immer noch nach weiteren Behandlungs-Möglichkeiten gesucht um gegen Morbus Crohn zu kämpfen.